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NARRENZUNFT KIBB’L SCHISSER
RENCHEN e.V. 1980

WIE ALLES ANFING

1977 gastierte die Dingeli-Spättle-Zunft Ortenberg an der
Fastnachtskampagne in Renchen. Dieser Auftritt sollte der Auslöser für drei
Personen werden, die fortan nichts anderes mehr im Sinn hatten, als in
Renchen eine Narrenzunft zu gründen. Diese drei Personen mit dem Namen
Kurt Baum, Reinhard Erler, Emil Seckler – alle drei aktiv beim Sportverein –
wollten dieses nicht einfache Unternehmen in die Realität umsetzen.
Man stellte fest, dass dieses Vorhaben in Renchen nichts Neues war.
Narrhalla-Präsident Hugo Krieger betonte, man wäre froh, eine solche
Untergruppe im Verein zu haben. Es seien in dieser Richtung schon mehrere
Anläufe unternommen worden, die aber letztlich an der sehr hohen
finanziellen Belastung jedes einzelnen Hästrägers scheiterten.

WIE ES WEITERGING

Im Herbst 1977 wurde die Häsgruppe mit dem Namen Schlossberghexen
gegründet. Als selbstständige Untergruppe der Narrhalla Renchen e.V.
absolvierte man von 1978 bis 1980 drei Kampagnen unter deren Leitung.
Der erste Bühnenauftritt im Hexenkostüm wurde 1978 am Bockbierfest in
der Festhalle aufgeführt.
Im selben Jahr begann man mit den Vorbereitungen, eine eigene Narrenzunft
ins Leben zu rufen. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Häsgruppe die stolze Zahl
von 25 aktiven Hexen.
Durch eine besondere finanzielle Regelung mit den einzelnen Aktiven wurden
ab Herbst 1978 jeden Monat 25 DM auf ein dafür eingerichtetes Konto
einbezahlt. Die Zahlungen wurden bis Ende 1979 fortgesetzt und waren als
Startkapital für die geplante Narrenzunft vorgesehen.
1980 wurde die dritte und zugleich letzte Kampagne im Hexenkostüm
durchgeführt.
Während diesen drei Jahren aktiver Hexenzeit liefen die Vorbereitungen für
eine Narrenzunft in Renchen auf Hochtouren.
Es konnte nun an die Vorbereitung einer Gründungsversammlung gedacht
werden.

ES IST VOLLBRACHT

Die Gründungsversammlung am 05.12.1980 im „Gasthaus Löwen“ war für die
Narrenzunft eine erfolgreiche Veranstaltung.
Die 23 Gründungsmitglieder der Narrenzunft im Jahre 1980:
Dieter Baumann, Helmut Becker, Susanne Becker, Uwe Berger, Thomas
Boschert, Karin Boschert, Reinhard Erler, Margot Erler, Hans Guske, Sibylle
Guske, Andreas Kathol, Martin Krieger, Gabi Krieger, Wolfang Laug, Martin
Lehmann, Roland Lorenz, Manfred Plail, Gerhard Schitt, Ulrike Schitt, Emil
Seckler, Michael Stocker, Tina Stocker, Klaus Wörner.
Mit diesen hier aufgeführten Personen wurde die erste Kampagne 1980/81 in
eigener Regie durchgeführt.
Von diesen 23 Gründungsmitgliedern sind heute, im Jahr 2008, immer noch
9 Mitglieder aktiv dabei!




WOHER KOMMT DER NAME
KIBB’L SCHISSER ?

Nach langem Suchen, woher eigentlich der Name Kibb’l Schisser stammen
konnte, stieß man im Landesarchiv Karlsruhe auf eine Abhandlung des
30jährigen Krieges (1618-48). Gerade in jener Zeitepoche mußten die
Menschen in den Ansiedlungen gar vieles durchmachen.
Raub, Mord, Brandschatzungen waren an der Tagesordnung, und in dieser Zeit
fiel auch das einstige stolze Schloß, und zwar in der Neujahrsnacht 1640/41,
einem Brand zum Opfer. In dieser völkermordenden Epoche verschanzten sich
die Renchener in ihren Mauern und leisteten lange erbitterten Widerstand.
Das Essen und Trinken wurde jedoch bald knapp, und auch die Landwirte
konnten ihre Felder nicht mehr bestellen.
Zwangsläufig wurde die Notdurft durch Kibb’l aufgefangen. Doch es kam wie
es kommen mußte. Die Behältnisse waren randvoll, die Übermacht der
Belagerer groß, so daß man sich schließlich entschloß aufzugeben.
Ob es sich allerdings so zugetragen hat, wie aus den Büchern zu entnehmen
ist, bleibt dahingestellt. Ein Körnchen Wahrheit ist jedoch immer dabei.
Was für Appenweier der Sandwangst, für Urloffen der Hornusser, für
Wagshurt der Houmock, ist für Renchen seit Gründundg der Narrenzunft
der Kibb’l Schisser.